Herzlich willkommen in der Evangelischen Kirchengemeinde Erbach

Außenansicht der Erlöserkirche Erbach

Wir begrüßen Sie recht herzlich auf unserer Kirchengemeinde-Internetseite!

"Aus der Fülle deiner Güte, lass uns schöpfen Tag um Tag ..."

Wir würden uns sehr freuen, Sie persönlich in unseren Räumen begrüßen zu dürfen.

 

 

  

Die Erlöserkirche Erbach begrüß Sie auf unserer Homepage!

Innenansicht - ab Dez. 2009

Information für die Gemeinde

Liebe Erbacher Gemeindemitglieder,

am 23. März haben ich die Nachricht erhalten, dass Frau Pfarrerin Dorothee Schieber aus gesundheitlichen Gründen die Pfarrstelle wechselt und ihren Dienst in Erbach nicht wieder antritt. Für viele von Ihnen kommt dieser Schritt überraschend. Seien Sie aber versichert, dass Frau Schieber gut begleitet diese Entscheidung getroffen hat. Ich danken Frau Pfarrerin Schieber für ihren Dienst in der evangelischen Kirchengemeinde in Erbach und wünschen ihr Gottes Segen für ihren weiteren beruflichen und persönlichen Weg. Die Wiederbesetzung der Pfarrstelle wird dann in Kürze eingeleitet.

Dekan Ernst-Wilhelm Gohl

Wir schließen uns den Wünschen unseres Dekans an, und sind erleichtert, dass wir  nach der langen Ungewissheit Klarheit haben, um zuversichtlich nach vorne schauen zu können.

Wir danken Frau Schieber für ihren Einsatz in unserer Gemeinde, und wünschen ihr für die Zukunft Gesundheit, und Gottes Segen für ihre weiteren Aufgaben

Wir sind dankbar für alle bisher erfahrene Unterstützung in der „Pfarrerlosen“ Zeit!

Das offizielle Wiederbesetzungsverfahren kann jetzt von unserer Prälatin offiziell eröffnet werden.

Euer KGR

 

Bericht von der Landessynode

 

Synode der Evangelischen Landeskirche in Württemberg

Frühjahrstagung, 16. bis 18. März 2017, Stuttgart – Bericht des Gesprächskreises Evangelium und Kirche

 

Vierfach evangelisch – glauben auf gutem GrundBericht von Landesbischof Frank Otfried July

„Vierfach evangelisch – glauben auf gutem Grund“, so lautet die Überschrift des Bischofsberichts 2017. Im Jubiläumsjahr „500 Jahre Reformation“ erinnerte Frank O. July an die vier evangelischen Bekenntnisformeln: sola scriptura – allein die Heilige Schrift, solus christus – allein Christus, sola gratia – allein die Gnade und sola fide – allein der Glaube.

Sprache des Herzens

Klar trat July einer Verrohung der Sprache entgegen. Stattdessen plädierte er für eine „Sprache des Herzens“. „Mir macht die Verrohung von Sprache, die bewusste Herabsetzung von Menschen in Hass-Mails Sorge. Fake-News unterspülen die fundamentale Unterscheidung von Richtig und Falsch. Das biblische Gebot, ´Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten´, gilt. Hass, Lüge und Herabsetzung anderer Gesprächsteilnehmer prägen eine Form der Kommunikation, der wir uns entgegenstellen müssen!“ Weil sich in den sozialen Medien „reichlich Asoziales“ finde, mahnte July die Wichtigkeit der Medienkompetenz an.

Umgang mit gleichgeschlechtlichen Paaren

Im Blick auf die Diskussion der Landeskirche zum Umgang mit Menschen homosexuellen Paaren plädierte der Landesbischof dafür, die Bibel „von der rettenden und lebensspendenden Botschaft von Jesus Christus“ her auszulegen. Im Juni 2017 wird die Landessynode einen Studientag zu diesem Thema in Bad Boll veranstalten. Bischof July forderte die Vertreter der unterschiedlichen Richtungen auf, sich gemeinsam als „Auslegungsgemeinschaft der Bibel zu verstehen.

Abschiebungen nach Afghanistan

In der Flüchtlingsdebatte trat July für eine dezentrale Unterbringung, die Teilhabe ermöglicht, ein. Er unterstrich, dass frühzeitige Zugang zu Sprachkursen, Bildung und zum Arbeitsmarkt wichtig sei.

Der Landesbischof forderte die Landesregierung auf, wegen der menschenrechtlichen Lage in Afghanistan auf bis auf weiteres keine Abschiebungen dorthin vorzunehmen. Das Mindeste sei „eine äußerst sorgfältige Einzelfallprüfung“.

Schutz des Lebens

Sodann sprach er den Schutz des Lebens am Anfang und Ende an. Eine pränatale Diagnostik, die nicht der Verbesserung der medizinischen Versorgung der Schwangeren oder des werdenden Kindes diene, lehnte er ab. Er sprach sich gegen eine „selektive Fahndung nach unerwünschten Abweichungen“ wie etwa Trisomie 21 aus. Wenn sich behinderte Menschen für ihr Dasein rechtfertigen müssten, sei das „zutiefst unchristlich“. Schließlich kritisierte July auch die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts, schwerstkranken Menschen künftig Zugang zu Medikamente zur Selbsttötung zu eröffnen.

Rechtspopulismus und Nationalismus

Dem Wiedererstarken nationalistischer und abschottender Tendenzen erteilte July eine klare Absage. Für den anstehenden Wahlkampf forderte er einen Streit der Parteien um die besseren Lösungen, der nicht auf dem Rücken von Menschen, die schwach sind, ausgetragen wird.

Erziehung zum Frieden

Für den Gesprächskreis „Evangelium und Kirche“ sagte Schuldekan Kurt Schatz (EuK), der gerade von einer Reise in den Libanon zurückgekehrt war: „Angesichts so schrecklicher Verfolgungssituationen vieler Menschen, vieler Gruppen, auch so vieler Christen in der Welt, sind wir immer wieder neu verpflichtet, alles erdenklich Mögliche für den Frieden in der Welt zu tun, für eine friedliche Kommunikation und für die Verständigung. Auch bei uns. Wir müssen eine Willkommenskultur pflegen, die von Herzen kommt und zu einer Kultur der gegenseitigen Hilfsbereitschaft führt. Wir haben uns für eine Erziehung zum Frieden einzusetzen und müssen den Mut haben, alle Gewalt und Unterdrückung beim Namen zu nennen und kompromisslos zu verurteilen.“

Anfang und Ende schützen

Schwester Margarete Mühlbauer (EuK) unterstrich den Schutz des Lebens am Anfang und am Ende des Lebens. Eine werdende Mutter dürfe nicht unter moralischen Druck gebracht werden, „Untersuchungen, die letztendlich zum Aussortieren führen“, vornehmen zu müssen. „Unsere Gesellschaft hat Kinder, schwerstkranke Kinder, Kinder mit Behinderung, in ihrer Mitte zu haben, und wir haben diese Kinder auch solidarisch zu finanzieren.“ Im Blick auf das Ende des Lebens sagte Sr. Margarete: „Für mich ist sehr erschreckend, wenn unsere Gemeindeschwestern – vor Jahren noch vereinzelt und jetzt sehr häufig und geballt – berichten, dass sie immer und immer mehr hören: ´Ich möchte niemandem zur Last fallen.´“ Die stellvertretende Oberin des „Diak“ in Schwäbisch Hall fragte: „Fehlt uns das, was wir im Gebot haben, nämlich das Ehren der Älteren und das Schätzen der jeweiligen Lebensgeschichte? Ich sehe es als eine wichtige Aufgabe unserer Kirche an, sich für den Schutz des Lebens am Anfang, am Ende und selbstverständlich auch dazwischen einzusetzen.“

PfarrPlan 2024

„Notwendige Anpassungsvorgänge an sich vollziehende Entwicklungen sollte man nicht dramatisieren, sondern guten Mutes, im Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit gestalten“, führte Oberkirchenrat Wolfgang Traub seiner Rede zum PfarrPlan 2024 aus. Der PfarrPlan 2024 sieht vor, auf Landeskirchenebene 13,2 Prozent Pfarrstellen zu kürzen. Für die einzelnen Kirchenbezirke werden sehr unterschiedliche Kürzungen zu meistern sein. Entscheidend ist die Entwicklung der Kirchenmitgliederzahlen in den Dekanaten. Während im Dekanat Biberach 5,3 Prozent der Pfarrstellen einspart werden müssen, sind im Dekanat Bad Cannstatt 24,4 Prozent der Pfarrstellen zu streichen. Die Kürzungen sind jetzt nötig, obwohl die Kirchensteuereinnahmen momentan Höchstwerte erreichen. Oberkirchenrat Traub: „Je geringer die Kürzungsquote jetzt angesetzt wird, desto höher wird sie für den PfarrPlan 2030 auszufallen haben.“ Das Ziel sei nämlich, die Finanzierbarkeit des Pfarrdienstes langfristig zu sichern und die Zahl der Dienstaufträge im Pfarrdienst in etwa entsprechend der Entwicklung der Gemeindegliederzahlen zu gestalten.

Keine Katastrophe
Dekan Ernst-Wilhelm Gohl (EuK)
betonte, der PfarrPlan sei nicht das Problem, sondern ein Instrument, die strukturellen Probleme anzugehen. Anders als die Urgemeinde lebe die Evangelische Landeskirche nicht von der Hand in den Mund. Aufgrund der großen Zahl an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie an Immobilien müsse langfristig geplant werden. Nüchternheit und Vertrauen seien gefragt. Ohne den Pfarrplan 2024 würde künftig die Zahl der Vakaturen rasant steigen, sagte Gohl. Der ländliche Raum wäre der Verlierer. Ein Aussetzen des PfarrPlans würde zudem den nächsten Generationen einen Berg an Problemen aufhäufen. Gohl lobte die den PfarrPlan begleitende Öffentlichkeitsarbeit mit Broschüren, Kurzfilm und Plakaten unter dem Motto „Pfarrplan 2024 – ZusammenWachsen“. Dass bewusst am Begriff „Pfarrplan“ trotz seiner negativen Konnotation festgehalten worden sei, zeige: „Nichts soll beschönigt werden.“ Unter großem Beifall sagte er: „Wer den Pfarrplan als Katastrophe bezeichnet, weiß nicht, was echte Katastrophen im Leben sind. Achten wir auf unsere Sprache!“

30 Diakoninnen und Diakone in zentraler Anstellung

Neben verschiedenen Entlastungsmaßnahmen für den Pfarrplan – darunter 15 Beauftragungen von Pfarrerinnen und Pfarrern im Ruhestand – werden von 2018 bis 2034 insgesamt 30 Diakoninnen und Diakone zusätzlich eingestellt. Die Anstellung erfolgt zentral von der Landeskirche. Dienstaufträge werden jeweils über die Dekanate für einen Zeitraum von fünf Jahren vergeben. Mit diesen Stellen soll die Gemeinwesen-orientierte Präsenz von Kirche zum Beispiel an Schulen sowie an Jugend-. und Familienzentren gestärkt werden.

Agende für Segenshandlungen
Als Erstunterzeichner hatte Schuldekan Dr. Harry Jungbauer (EuK) einen Antrag eingebracht, in dem der Oberkirchenrat gebeten wird, „bis spätestens Frühjahr 2019 eine Handreichung für Segenshandlungen“ zu erstellen. Der Antrag wurde in den Theologischen Ausschuss verwiesen.

Supervision für Pfarrerinnen und Pfarrer

Die Landessynode beschloss, den Oberkirchenrat zu bitten, das Instrument der Supervision als integralen Bestandteil des Pfarrberufs zu fördern. Damit wird Supervision allerdings weiterhin in der Regel freiwillig erfolgen. Pfarrer Andreas Wündisch (EuK), der einen entsprechenden Antrag schon im vergangenen Jahr eingebracht hatte, hätte sich eine Verpflichtung zur Supervision gewünscht. „Die regelmäßige Selbstreflexion ist unerlässlich für eine hohe Professionalität und für Nachhaltigkeit im Pfarrberuf“, so Wündisch. Außerdem sorge Supervision für innere Entlastung und Klarheit und trage zu einem gelingenden Gesundheitsmanagement bei.

Aktuelle Stunde: Wie privat ist Religion

Anlässlich zweier Urteile des Europäischen Gerichtshofs, die ein Verbot religiöser Symbole am Arbeitsplatz ermöglichen, diskutierte die Landessynode in einer Aktuellen Stunde über die Frage, wie privat Religion sei. Professor Dr. Christian Heckel (EuK) wies darauf hin, dass das Urteil den privatrechtlichen Bereich, nicht den staatlichen Raum betreffe. In der öffentlichen Debatte gebe es allerdings laizistische Tendenzen. „Laizismus ist genau das Gegenteil von unserer offenen Neutralität“, sagte Heckel. Der Ulmer Dekan Ernst-Wilhelm Gohl rief dazu auf, selbstbewusst für die positive Religionsfreiheit einzutreten. Sie sei Ausdruck des Respekts des Staates vor seinen religiösen Bürgern. „Wo keine Götter sind“, zitierte er Novalis, „walten Gespenster.“ „Der französische Weg ist nicht sinnvoll.“ Pfarrer Andreas Wündisch (EuK) beobachtet eine „religiöse Ratlosigkeit“ in kommunalen Kindergärten. Nur noch Fasching und Halloween werde gefeiert. Er würde sich wünschen, dass alle Weihnachten feiern und auch die muslimischen Feste kennenlernen. „Wir sollten Anwalt der Religionsfreiheit sein“, so Wündisch. Landesbischof July beschloss die Debatte mit den Worten: „Glaube ist persönlich, aber nicht privat.“

Neuer Direktor des Oberkirchenrats
Am Rande der Frühjahrsynode hat der Landeskirchenausschuss Stefan Werner zum neuen Direktor des Evangelischen Oberkirchenrats in Stuttgart gewählt. Der 54-jährige Jurist ist seit 1998 Oberkirchenrat in der Evangelischen Landeskirche in Baden. Ab Juli wird Werner die Verwaltung der Evangelischen Landeskirche in Württemberg leiten und zugleich juristischer Stellvertreter des Landesbischofs sein. Werner folgt auf Margit Rupp, die Ende Januar in den Ruhestand gegangen ist.

„Land in Sicht“ – Kirche in ländlichen Räumen

Dr. Thomas Schlegel, Referatsleiter für Gemeinde und Seelsorge bei der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland, sprach im Rahmen eines Schwerpunkthalbtages über „Kirche in ländlichen Räumen“. Ländliche Gebiete und Dörfer entwickelten sich sehr unterschiedlich, sagte Schlegel. Dies würden Langzeitstudien bestätigen. „Ich behaupte, dass es die großen Lösungen für eine ganze Landeskirche nicht mehr geben wird.“ Die Landeskirche solle flexible Rahmenbedingungen gewährleisten. Entscheidungen müssten aber vor Ort getroffen werden. „Lokalität und Kirchturmdenken ist etwas Positives!“ Das Gesicht der Kirche seien zukünftig Ehrenamtliche, die von den Hauptamtlichen unterstützt würden. Schlegel berichtete von Erfahrungen aus Sachsen-Anhalt (NOEZZ), wo sich durch die Zusammenarbeit von Gemeinden die Kirche verändert habe. „Kleine Kirche ist ganze Kirche, aber sie ist anders Kirche als eine große! Oder, wie es die Engländer so treffend formulieren: Eine Mandarine ist keine verschrumpelte Orange!“

  • Meldungen aus der Landeskirche

  • Hochsaison für die Konfirmation

    An einigen Sonntagen vor, vor allem aber an mehreren Sonntagen nach Ostern ist in der Evangelischen Landeskirche in Württemberg Konfirmationszeit. Dabei lassen sich 2017 rund 20.000 Jugendliche konfirmieren. Zudem werden etwa 700 Jugendliche im Konfirmationsgottesdienst getauft.

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  • Pfingstliche Verhandlungen

    Mit dem PfarrPlan 2024 stellt die Evangelische Landeskirche in Württemberg die Weichen für die Zukunft. Dabei sollen u. a. neue Formen der Zusammenarbeit zwischen Gemeinden entstehen. Die Gemeinden Schlat und Manzen-Ursenwang im Kirchenbezirk Göppingen haben im Zuge des letzten Pfarrplans einen Weg gefunden, um stabile und zukunftsfähige Strukturen zu schaffen: Sie haben fusioniert.

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  • Rekordteilnahme beim Konfi-Cup

    Zum 14. Landesfinale des Fußball-Konfi-Cups am 22. April im Neckarpark Stuttgart haben sich in diesem Jahr 43 Mixed-Teams mit rund 600 Teilnehmern angemeldet – so viele Mannschaften wie noch nie. Die Bezirkssieger aus den Kirchenbezirken der Evangelischen Landeskirche in Württemberg spielen dann um den Fußballpokal der Konfirmanden.

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